Goldene Sicherheitsregeln

I. Schutz persönlicher Daten

Keine persönliche Daten per E-Mail übermitteln

Egal, ob User online ein Auto kaufen oder eine Versicherung abschließen wollen - kein seriöser Online-Anbieter fordert persönliche Daten per E-Mail an! Auch scheinbar dringende Gründe, wie ein drohender Datenverlust oder Sicherheitsprüfungen, für die persönliche Daten angefragt werden, sollten auf keinen Fall beantwortet werden. Hierbei handelt es sich um so genannte Phishing-Mails, die Betrüger nutzen, um mittels Online-Formularen an vertrauliches Datenmaterial zu gelangen. Wenn sich Nutzer unsicher bezüglich der Authentizität des Absenders sind, ist es am sichersten, direkt den Kundenservice zu kontaktieren.


Auf sichere Datenübermittlung des Online-Marktplatzes achten

Während des Bestell- oder Vertragsabschlussprozesses ist es notwendig, Daten zur Lieferadresse oder Angaben zu den Zahlungsmodalitäten z.B. die Kreditkartennummer anzugeben. Dass der Bestellvorgang verschlüsselt abläuft, erkennen Nutzer an dem Hinweis "SSL", der Secure Sockets Layer Software. Die Daten werden mittels eines Verschlüsselungsprotokolls digital übertragen und sind somit für Dritte nicht einsehbar.
In welcher Form der jeweilige Online-Marktplatz die persönlichen Daten verwendet werden, können Nutzer in den Datenschutzbestimmungen des Portals nachlesen. Diese Aussagen sind rechtsgültig und stehen für die Seriosität des Online-Anbieters.


Keine Registrierung ohne genauen Blick auf die AGBs

Die AGBs der Internetportale liefern wichtige Informationen zu den eingestellten Angeboten sowie den Gewährleistungen. Auch mögliche Kosten sowie Pflichten der registrierten Mitglieder werden in den AGBs beschrieben und meist nicht noch einmal separat aufgeführt. Insbesondere Kündigungsfristen- und modalitäten sind hier beschrieben. Für Internetnutzer ist es daher unumgänglich, die Geschäftsbedingungen vor einer Registrierung bzw. Vertragsabschluss zu prüfen. Um einen besseren Überblick zu behalten empfiehlt es sich, die AGBs auszudrucken.


Antivirenprogramm auf dem heimischen Rechner ist Pflicht

Safety begins at home: Eine sichere Datenübermittlung setzt voraus, dass auch auf dem heimischen PC Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. Antivirenprogramme verhindern nicht nur, dass Viren den PC sowie die Internetverbindungen außer Gefecht setzen. Zudem schützen sie auch vor unbemerktem Zugriff von Betrügern auf persönliche Daten, die auf der lokalen Festplatte gespeichert sind. Voraussetzung hierfür ist, dass das Antivirenprogramm auf dem neusten Stand ist, regelmäßige Updates sind daher unerlässlich.


Keine standardisierten Passwörter verwenden

Wer sich auf einem Online-Portal registriert um beispielsweise einen Kunden-Account einzurichten oder Premium-Mitglied zu werden, wählt möglichst eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben bzw. Sonderzeichen für sein Passwort. Kennung und Passwort sollten dabei unterschiedlich sein. Denn nicht nur Nutzer haben drei Versuche in den Account zu gelangen, sondern auch potentielle Betrüger.


Sichere Partnersuche - Anonymität schützt

Flirten, neue Leute kennenlernen und Daten - insbesondere bei der Online-Partnersuche gilt es, die eigene Anonymität zu schützen und somit Sicherheit der Daten sowie der eigenen Person zu gewährleisten. Geflirtet wird auf Online-Singlebörsen mit einem Pseudonym, konkrete Angaben zu Wohnort sollten nicht im Nutzerprofil vermerkt werden. Auch die Darstellung des Gegenübers sollte ausreichend geprüft werden, bevor es (auf neutralem Boden) zu einem ersten Treffen kommt. Weitere Tipps, wie Nutzer sicher auf Partnersuche im Netz gehen, stellt die Website http://www.sichere-partnersuche.de/ bereit.


Lebenslauf online - Kontrolle über sensible Daten

Die Jobsuche erfolgt für zahlreiche Nutzer bereits ausschließlich online. Viele Portale bieten zusätzlich zur "klassischen" Methode über Stellenanzeigen auch die Möglichkeit, seinen Lebenslauf einzustellen und sich so von attraktiven Arbeitgebern finden zu lassen. Im Regelfall muss der User sich dafür registrieren, so dass die persönlichen Daten über einen Login gesichert sind. Allerdings ist hier trotzdem Vorsicht geboten, denn viele Jobbörsen ermöglichen ihren zahlenden Unternehmenskunden Zugriff auf diese Daten, ohne dem Bewerber ein Vetorecht einzuräumen. Neuere Generationen von Bewerberdatenbanken wie beispielsweise der JobScout24 Kandidaten-Pool haben deshalb einen Zwischenschritt eingebaut: Bewerberdaten bleiben so lange lediglich in anonymisierter Form (also auch ohne Angabe bisheriger Arbeitgeber) sichtbar, bis der Nutzer auf Grund einer konkreten Anfrage diesem Unternehmen seine Daten freigibt. Grundsätzlich besteht immer die Möglichkeit, zunächst ein Kurzprofil anzulegen, um die Offenlegung der persönlichen Daten auf ein Mindestmaß zu beschränken. Erst bei wirklichem Interesse von Seiten der Unternehmen werden dann weitere Nutzerdaten auf dem sicheren E-Mail-Weg angefordert und somit nicht für unbefugte Dritte sichtbar im Netz stehen.


Factsheet

Laut Nielsen Online nutzen ca. acht Mio Nutzer pro Monat die Angebote der Scout24-Gruppe.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Factsheet.


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