Inside Scout24

Aktualisiert: 6. Oktober 2026 Lesezeit: 10 Minuten

Karriere bei Scout24 – der Weg zur Führungskraft – mit Gillian Moosmann

Gill steht für einen Karriereweg, der zeigt, wie vielfältig Entwicklung bei Scout24 sein kann. Angefangen im Sales wechselte sie ins Recruiting, übernahm später eine Führungsrolle und sammelte dabei wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Menschen, Entwicklung und Verantwortung. Ihr Weg war nicht immer geradlinig – gerade das macht ihn inspirierend und zeigt, wie Vertrauen, Offenheit und interne Chancen neue Perspektiven eröffnen können. Heute startet Gill als Head of Sales bei Sprengnetter in ein neues Kapitel.

Fangen wir ganz am Anfang an: Wie hat deine Reise bei Scout24 begonnen?

Meine Reise bei Scout24 hat im Sales begonnen. Das war für mich eine sehr spannende Zeit, weil ich dort das Unternehmen, unsere Kund:innen und natürlich auch die Kultur bei Scout24 sehr gut kennenlernen konnte. Gleichzeitig habe ich schnell gemerkt, wie viele Möglichkeiten es innerhalb des Unternehmens gibt, sich weiterzuentwickeln und auch neue Wege einzuschlagen. Rückblickend hätte ich damals wahrscheinlich selbst nicht gedacht, wohin mich meine Reise bei Scout24 einmal führen würde.

Du bist vom Sales ins Recruiting gewechselt. Was hat dich zu diesem Schritt bewegt und was hat dich am Recruiting gereizt?

Ich hatte schon im Sales gemerkt, dass mir vor allem die Arbeit mit Menschen sehr viel Freude macht. Ich fand es spannend herauszufinden, was Menschen motiviert, was sie brauchen und wie man unterschiedliche Interessen zusammenbringen kann.

Recruiting war für mich deshalb ein sehr interessanter nächster Schritt. Einerseits war es etwas komplett Neues, andererseits konnte ich viele meiner bisherigen Erfahrungen mitnehmen. Besonders gereizt hat mich die Möglichkeit, Menschen für Scout24 zu begeistern und gleichzeitig einen direkten Beitrag dazu zu leisten, die richtigen Talente und Teams zusammenzubringen.

Was hast du im Sales gelernt, das dir später im Recruiting – und schließlich auch als Führungskraft – geholfen hat?

Mehr, als ich anfangs gedacht hätte. Im Sales lernt man sehr schnell, gut zuzuhören, die richtigen Fragen zu stellen und zu verstehen, was das Gegenüber wirklich braucht. Gleichzeitig lernt man, mit unterschiedlichen Persönlichkeiten umzugehen, Vertrauen aufzubauen und auch schwierige Gespräche zu führen.

All das ist im Recruiting genauso wichtig – und heute auch in meiner Rolle als Führungskraft. Gerade das Zuhören, das Verstehen unterschiedlicher Perspektiven und eine klare Kommunikation sind Dinge, von denen ich bis heute profitiere.

Du hast dich bei Scout24 stark weiterentwickelt. Kannst du uns ein bisschen durch deinen bisherigen Weg führen?

Mein Weg bei Scout24 war definitiv nicht von Anfang an so geplant – und genau das macht ihn für mich im Rückblick besonders spannend. Ich bin im Sales gestartet und war vier Jahre als Account Manager tätig. Danach habe ich mich für einen ziemlich bewussten Perspektivwechsel entschieden und bin ins Recruiting gegangen, wo ich drei Jahre gearbeitet habe.

Der Schritt zurück in den Sales und gleichzeitig in eine Führungsrolle kam dann tatsächlich eher unerwartet. Ich wurde intern angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, eine Sales-Teamlead-Rolle zu übernehmen. Mit meinem damaligen Vorgesetzten hatte ich bereits ganz am Anfang meiner Scout24-Zeit zusammengearbeitet, und dieses gegenseitige Vertrauen hat sicherlich eine Rolle dabei gespielt. Für mich war das eine tolle Chance, meine Sales-Erfahrung mit dem zu verbinden, was ich in den Jahren im Recruiting über Menschen, Entwicklung und unterschiedliche Persönlichkeiten gelernt hatte.

Ich war dann fast zwei Jahre in der Teamlead-Rolle, bevor für mich auch persönlich eine größere Veränderung anstand: Nach 15 Jahren in Berlin habe ich mich entschieden, zurück in meine Heimat NRW zu ziehen. Damit war natürlich die Frage verbunden, wie es beruflich für mich weitergeht.

Und dann hat sich eine Chance ergeben, mit der ich selbst nicht gerechnet hatte: die Möglichkeit, als Head of Sales bei Sprengnetter einzusteigen. Diese Rolle habe ich Anfang August übernommen und damit beginnt für mich jetzt noch einmal ein ganz neues Kapitel. Wenn ich heute auf meinen Weg zurückblicke, war er alles andere als geradlinig. Aber genau das ist für mich das Spannende daran.

„Manche der besten Möglichkeiten waren nicht diejenigen, die ich langfristig geplant hatte, sondern diejenigen, für die ich im richtigen Moment offen war.“

Gab es einen bestimmten Moment, in dem du zum ersten Mal gedacht hast: „Leadership könnte mein nächster Schritt sein“?

Es gab nicht diesen einen Moment, an dem ich beschlossen habe: Jetzt möchte ich Führungskraft werden. Das hat sich eher entwickelt. Ich habe gemerkt, dass mir nicht nur meine eigenen Themen wichtig sind, sondern dass ich gerne andere unterstütze, Wissen teile und Verantwortung für das gemeinsame Ergebnis übernehme.

Irgendwann kam dann die Frage auf, ob Leadership ein nächster Schritt für mich sein könnte. Und je mehr ich mich damit beschäftigt habe, desto mehr habe ich gemerkt, dass mich genau diese Kombination aus Menschen, Entwicklung und Verantwortung reizt.

Welche Rolle haben deine Kolleg:innen und deine Führungskraft auf deinem Weg zur Führungskraft gespielt?

Eine sehr große. Entwicklung passiert für mich nicht alleine. Ich hatte das Glück, Menschen um mich herum zu haben, die mir ehrliches Feedback gegeben, mir etwas zugetraut und mich gleichzeitig auch herausgefordert haben.

Gerade eine Führungskraft kann einen großen Unterschied machen, indem sie Potenzial sieht, Verantwortung überträgt und den Raum gibt, Dinge auszuprobieren. Aber auch Kolleg:innen waren unglaublich wichtig – durch Austausch, Feedback und manchmal auch dadurch, mir einen anderen Blick auf Situationen zu geben.

Wie hat Scout24 dich bei deiner Entwicklung zur Führungskraft unterstützt?

Vor allem dadurch, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, mich auszuprobieren und Verantwortung zu übernehmen. Für mich ist Entwicklung nicht nur eine Frage von Trainings oder Programmen – auch wenn diese natürlich wertvoll sind. Mindestens genauso wichtig sind Vertrauen, ehrliches Feedback und konkrete Möglichkeiten, das Gelernte im Alltag anzuwenden.

Bei Scout24 hatte ich immer wieder die Chance, neue Aufgaben zu übernehmen und mich dadurch Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Dabei waren der Austausch mit anderen Führungskräften und das Feedback von Kolleg:innen und meinem Team besonders wertvoll.

Welche Fähigkeiten sind deiner Meinung nach besonders wichtig, um eine gute Führungskraft zu sein?

Für mich gehören dazu vor allem Empathie, Klarheit und die Fähigkeit, wirklich zuzuhören. Eine gute Führungskraft muss nicht immer selbst die beste Antwort haben. Viel wichtiger finde ich, die richtigen Fragen zu stellen, Orientierung zu geben und ein Umfeld zu schaffen, in dem Menschen Verantwortung übernehmen und sich entwickeln können.

Gleichzeitig gehört für mich auch Selbstreflexion dazu. Leadership bedeutet, regelmäßig das eigene Verhalten zu hinterfragen, Feedback anzunehmen und zu akzeptieren, dass man selbst ebenfalls ständig dazulernt.

Was würdest du jemandem bei Scout24 mitgeben, der über einen unerwarteten Karrierewechsel nachdenkt oder sich zum ersten Mal mit dem Thema Leadership beschäftigt?

Ich würde sagen: Trau dich, Möglichkeiten zu erkunden, auch wenn der nächste Schritt auf den ersten Blick vielleicht nicht logisch erscheint. Mein eigener Weg zeigt mir, dass eine Karriere nicht immer geradlinig verlaufen muss.

Du musst auch nicht schon alles können, bevor du einen neuen Schritt machst. Viel wichtiger sind für mich Neugier, die Bereitschaft zu lernen und der Mut, Verantwortung zu übernehmen. Sprich mit Menschen, hol dir Feedback und probier Dinge aus. Manchmal entstehen gerade aus den Schritten, die man ursprünglich gar nicht geplant hatte, die spannendsten Entwicklungen.

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